Shanmukhi Mudra

von Lucia Eder

Die bevorstehenden Wochen laden dazu ein, das Bisherige zu reflektieren, es wirken zu lassen und einen Ausblick in das Bevorstehende zu wagen.

Im Yoga unterstützen wir uns in diesem Prozess mit Pratyahara – dem Rückzug der Sinne. Wie wunderbar, dass es auch hierfür eine Handhaltung gibt, die diese Innenkehr fördert. Sie heißt Shanmukhi Mudra, lenkt die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche und hält die Eindrücke der Sinne dabei außen vor.

Nichts sehen, hören, riechen – tatsächlich werden bei dieser Mudra die physischen Sinnesorgane, sprich Ohren, Nase und Mund, bewusst ausgeschalten. Nun spricht man hier von sechs Öffnungen, die mit den Fingern verschlossen werden, denn „shan“ bedeutet „sechs“ und „mukhi“ steht für die „Öffnungen“. Wenn du nun denkst, dass du beim Verschließen der Ohren, der Nasenlöcher, der Augen und des Mundes sieben Stellen verdeckst, dann darf ich dir erklären, dass die Nase nur einmal gezählt wird.

In der indischen Mythologie gab es einst einen Heerführer der Götter, namens Shanmukha. Es heißt, er habe sich für eine geraume Zeit von der Zivilisation zurückgezogen, um seine Kräfte neu zu entwickeln. Danach konnte er wieder nach außen gehen und in aller Klarheit viel Gutes bewirken.

Shanmukhi Mudra beruhigt die Nervenbahnen im Gesichtsfeld, entspannt den Geist und führt in eine tiefe innere Ruhe. Gedankenmuster, Anhaftungen und Blockaden können sich lösen und Ängste, Sorgen und innere Unruhen relativieren sich zunehmend. Die Mudra fördert das rationale Denken und unterstützt bei der Entwicklung tiefer Zufriedenheit.

Die genaue Anleitung für diese Mudra findest du hier

 

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